Denn Wahrheit musst du suchen

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Inhalt:

Nacht für Nacht quälen Allie Albträume, seitdem ihre Freundin Jo ermordet wurde. Sie weiß, dass jeder, der ihr nahesteht, das nächste Opfer werden kann. Deshalb wehrt sie Sylvains Annäherungsversuche ab und verbirgt ihren Schmerz darüber, dass Carter sich von ihr abwendet. Allies Befürchtungen bestätigen sich, als ihre Großmutter das Geheimnis um die Night School enthüllt. Ihr wird klar, dass es nur eine Lösung gibt, wenn sie überleben und ihre Freunde schützen will: Sie muss der Wahrheit auf den Grund gehen und die gefährlichen Machtkämpfe beenden.

Leseeindruck:

»Wieso hast du das gemacht, Allie? Wieso bist du abgehauen?« Sie lehnte sich an die Leiter, schaute hoch in den heller werdenden Himmel und erinnerte sich daran, wie sie sich an jenem
Tag gefühlt hatte.
»Ich hatte halt das Gefühl … dass hier so gar nichts passiert«, sagte sie. »Da stirbt Jo, und alle außer mir tun so, als wäre nix gewesen. Gehen einfach so zur Tagesordnung über. Und da mach ich nicht mehr mit.«
Carter biss sich auf die Unterlippe und nickte, allerdings mehr zu sich selbst. »Die Sache ist nur«, sagte er nach einer Weile, »dass hier gar keiner einfach so zur Tagesordnung übergegangen ist, Allie.«
Das hatte sie nicht erwartet.
»Was willst du damit sagen?«, fragte sie mit gerunzelter Stirn.
»Ich meine, hier hat sich alles geändert. Das hat dir nur niemand erzählt, weil alle wussten, dass du … deinen Freiraum brauchst oder was weiß ich.«
Er rupfte ein welkes Blatt vom Baum, ohne sie anzusehen. »Aber wir hatten hier ständig irgendwelche Treffen deswegen. Und die Night-School-Ausbildung hat sich auch komplett geändert. Alle suchen wie gestört nach diesem Spion. Raj hat jeden Schritt von Gabe und Nathaniel haarklein rekonstruiert.«
Er schüttelte den Kopf und warf ihr einen kurzen Blick zu. »Und du weißt ja, Raj ist Superman, oder?«
»Moment, Moment«, sagte Allie, der jetzt nicht nach Scherzen zumute war. »Willst du damit sagen, das alles ist passiert, ohne dass mir jemand Bescheid gesagt hat?«
Carters Gesichtsausdruck war schwer zu deuten. »Isabelle hat gemeint, du wärst noch nicht so weit. Du bräuchtest Zeit für deine Trauer.«
Allie hatte die Zähne so fest zusammengebissen, dass es ihr schwerfiel zu sprechen.
»Ich hab genug getrauert«, sagte sie. »Jetzt bin ich bereit, es Nathaniel heimzuzahlen.«

Meine Meinung:

Der dritte Band von C.J. Daugherty ist, finde ich, der depressivste aller Bände. Allie hat es echt hart getroffen und sie verhält sich so wie sich eigentlich jeder verhalten würde, wenn er eine gute Freundin verliert nur…noch krasser. Allie ist so in ihrer Trauer versunken, dass sie nicht merkt wie viel sich um sie herum verändert und, dass sie sich jetzt langsam mal wieder aufrichten sollte. Erst als Isabelle ihr eine Standpauke hält, weil sie abhaut, checkt sie, dass sie sich wieder anstrengen muss und wieder in ein „normales“ Leben zurück kehren muss, so gut wie es eben geht. Erst durch Carter merkt sie, dass sich gar nichts ganz schnell zum normalen gewendet hat. Raj, die Night School ist alarmierter, denn je zuvor und sie wollen unbedingt den Spion finden.

Allie ist einfach eine echt beeindruckende Person, finde ich, weil sie einfach schon so viel durchgestanden hat. Klar sie ist oft abgekommen von der Bahn, wie nach dem Verschwinden ihres Bruders, aber, wem kann man das schon verübeln, wenn man mit ihm so viel gemacht hat, er wie ein bester Freund war, und dann hat ihre ganze Familie sie ihr ganzes Leben lang angelogen und dann stirbt auch noch ihre alte Beste Freundin. Ihre Familie und ihr Leben ist einfach so chaotisch und ich bewundere Allie dafür, wie sie das alles durchsteht, auch mit ihren Macken. Ich finde trotzdem diesen Band am schwierigsten zu lesen, weil es am Anfang mit ihrer depressiven Phase schon sehr krass und ein bisschen übertrieben geschrieben ist. Ich habe mich trotzdem sehr auf den nächsten Band gefreut, weil die Reihe einfach bis dahin schon eine meiner favourits geworden ist  *-*

Diese Welt ist einfach so dargestellt, von einer Seite, von der man als „Normales“ Dorfkind und auch Stadtkind das nichts mit der Regierung oder so einer Organisation wirklich am Hut, nichts mitbekommt. Die Familien der Regierung und welche Gefahren dabei oft eine Rolle spielen. Auch wenn wir wahrscheinlich keine solche Organisation haben, wer weiß das schon? ;), findet dort wahrscheinlich kein Familienstreit statt. Trotzdem ein sehr gutes Thema!

Fazit:

Sehr depressiv, trotzdem Fortsetzung einer meiner ❤ – Reihen und einfach spannend, also

4 von 5 Punkten

❤ ❤ ❤ ❤

eure

Bookloverin XO

Foto

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